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03/06/2025

Hybride Antriebslösungen von ZF: Für alle Wege elektrifiziert

  • Mehr Flexibilität für E-Mobilität: ZF-Weiterentwicklungen passen sich der Marktdynamik an
  • Hybrid-Getriebekonzept 8HP evo mit verbesserter Effizienz und Leistung
  • Mehr Reichweite, geringere Emissionen: Range Extender machen elektrifizierte Mobilität für breite Käuferschicht attraktiv

Zweibrücken / Friedrichshafen. Der Markt für elektrifizierte Pkw-Antriebe entwickelt sich weiter dynamisch. Hybride Antriebslösungen gewinnen dabei erneut an Bedeutung. ZF entwickelt daher sein Portfolio kontinuierlich weiter. Auf seinem eMobility Tech Day vor der IAA 2025 präsentiert der Technologiekonzern eine weiterentwickelte Konzeptversion seines erfolgreichen 8-Gang-Automatgetriebes: Das 8HP evo bietet effiziente und flexible Leistung für verschiedene Hybridplattformen. Ein weiteres Highlight sind die neuen Electric-Range-Extender-Systeme, die E-Autofahrern die Reichweitenangst nehmen können.

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Hybride Antriebslösungen von ZF: Für alle Wege elektrifiziert

„Das Marktumfeld für Elektromobilität ist von Dynamik und Wandel geprägt – und wird es auch langfristig bleiben. Diese Tatsachen erfordern ein deutlich größeres Antriebsportfolio als noch vor fünf Jahren“, sagt Mathias Miedreich, Mitglied des Vorstands und verantwortlich für die Division Elektrifizierte Antriebstechnologie. „Hersteller brauchen Lösungen, um ihre Modellplattformen stärker zu diversifizieren. Und diese Lösungen bietet ZF.“ Der Technologiekonzern verfügt hier bereits über ein breites Kompetenz- und Produktportfolio, das nun weiter gestärkt wird. Auf seinem eMobility Tech Day vor der IAA 2025 stellt ZF zwei Hybrid-Technologien heraus: Mit 8HP evo ein Konzept des weiterentwickelten Automatgetriebes 8HP für Hybrid-Pkw sowie seine Electric-Range-Extender-Systeme für batterie-elektrische Plattformen.

Konzept 8HP evo: Erfolgsgetriebe für das gesamte hybride Leistungsspektrum

Das 8-Gang-Automatgetriebe zählt zu den Erfolgsprodukten von ZF. Die aktuelle Generation war bereits von Anfang an nach dem Baukastenprinzip über konventionelle Verbrenner-Antriebe hinaus auch für den Einsatz in Hybridmodellen konzipiert. Bei der Weiterentwicklung, dem Konzept 8HP evo, hat der Konzern die Elektrifizierung und Effizienz des Getriebes erneut deutlich verbessert. Am meisten tragen dazu Verbesserungen an den E-Motoren sowie an der Leistungselektronik bei – inklusive softwareseitiger Funktionsupdates, die das Potenzial weiter ausschöpfen. „Die Erfahrungen aus unserer reinen E-Antriebslösung sind in diese Upgrades unseres etablierten Benchmark-Produkts eingeflossen“, resümiert Dr. Otmar Scharrer, Entwicklungsleiter für elektrifizierte Antriebstechnologien.

In der Auslegung als Plug-in-Hybrid (PHEV) steigt beispielsweise die maximale elektrische Leistung von 160 kW auf 200 kW sowie das maximale elektrische Drehmoment von 500 Nm auf 600 Nm. Die Verluste an der Eingangswelle sinken um rund 28 Prozent. Je nach Fahrzeugmodell und verbauter Batterie sind damit bis zu zehn Prozent zusätzliche Reichweite möglich.

Bislang war das Getriebe für den Einsatz in 48-V-Mildhybriden (MHEV) sowie 400-V-PHEV-Systemen vorgesehen. Mit dem 8HP evo bekommt der Konzern nun zusätzlich eine dedizierte Lösung für Fahrzeuge ohne externe Lademöglichkeit, sogenannte HEV-Plattformen auf 400-V-Basis. Diese laden die Batterie über Rekuperation beim Bremsen oder während der Fahrt mit dem Verbrenner auf. Im Vergleich zu bisherigen MHEV unterstützen sie den Verbrennungsmotor nicht nur beim Starten oder Beschleunigen, sondern ermöglichen auch elektrisches Fahren, ohne auf eine Ladeinfrastruktur angewiesen zu sein. Damit greift ZF die gestiegene Nachfrage dieser Variante insbesondere im US-Markt auf. „Mit dem 8HP evo decken wir also ein breiteres Spektrum an Leistung und Modularität ab“, sagt Scharrer.

Electric-Range-Extender-Systeme: Boost für die E-Reichweite

Noch immer fühlen viele potenzielle Käufer von reinen E-Fahrzeugen die sogenannte Reichweitenangst. In diesen Fällen können Range Extender eine Lösung sein: Ein Verbrenner-Generator, der an eine E-Maschine gekoppelt wird, damit er Energie für die Fahrzeugbatterie erzeugt und die Reichweite verlängert. So können Fahrerinnen und Fahrer die Vorteile von Elektromobilität genießen, ohne auf die Flexibilität eines klassischen Verbrenner- oder Plug-in-Hybrid-Fahrzeugs verzichten zu müssen.

Derzeit arbeitet ZF an der nächsten Generation dieser Systeme, dem electric Range Extender (eRE) sowie dem electric Range Extender plus (eRE+). Bei beiden Varianten handelt es sich um ein hochintegriertes Design, das sowohl in der Performance, in der Elektronik-Architektur sowie in Bezug auf 400 Volt oder 800 Volt und den Halbleiter-Typ flexibel ist. Der eRE verbindet eine E-Maschine als reinen Generator mit einem integrierten Inverter und einem Planetengetriebe. Das System wird von ZF-Software gesteuert. Der eRE+ verfügt darüber hinaus über eine intelligente Kupplung und ein Differenzial. Dadurch lässt sich die E-Maschine nicht nur als Stromgenerator, sondern noch als zusätzlicher Sekundärantrieb nutzen, was Herstellern temporär einen elektrischen Allradbetrieb ohne den Einbau eines zusätzlichen E-Motors ermöglicht. Die Leistung lässt sich bei beiden Modellen skalieren. „Durch diesen modularen Plattformansatz können wir auf dynamische Markt- und Herstelleranforderungen reagieren“, sagt Scharrer.

Range Extender überzeugen mit geringeren Zusatzkosten, kürzeren Entwicklungszeiten, geringerem Plattformaufwand und vereinfachter Steuerung der Lieferketten. Das macht die Technologie insbesondere für Hersteller interessant, die neu am Markt sind – und wenig Erfahrung mit traditionellen Verbrenner-Antriebssträngen besitzen. Aber auch für etablierte Hersteller lohnen sich Range Extender. Sie erlauben, kleinere (und dadurch wirtschaftlichere) Fahrzeugbatterien zu verbauen und helfen, Emissionsgrenzwerte für Flotten einzuhalten. Die Produktion eines ersten Kundenprojekts bereitet ZF für 2026 vor.

Hybridlösungen von ZF: Zukunftssichere Technologie

Mit diesen Hybridlösungen ergänzt ZF seine rein elektrischen Antriebstechnologien. Der Konzern ist so in der Lage, auch bei einem langsameren Übergang zur E-Mobilität alle Anforderungen des Marktes zu bedienen. „Unsere Kunden können sich sicher sein: Ganz gleich, welcher Grad an Elektrifizierung gewünscht ist – ZF macht die passenden Systeme dafür“, fasst Scharrer zusammen.

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Karin Markenstein

Karin Markenstein

Leiterin Kommunikation Division Electrified Powertrain Technology
Johannes Jerg

Johannes Jerg

Elektromobilität, Künstliche Intelligenz