Presseinformation
Effizient elektrifiziert: ZF präsentiert Marine-Hybridgetriebe ZF 3200 A/V PTI
- ZF erweitert bewährte Getriebeserie ZF 3000 um neue Down-Angle-Variante für hybride Antriebssysteme
- Ideal für schnelle Schiffe wie Yachten und Patrouillenboote: ZF 3200 A/V PTI ermöglicht A/V-Konfiguration im Leistungsbereich von 1.295 kW bis 1.940 kW
- Neues Hybridgetriebe überzeugt mit kompakter Bauweise, geringem Gewicht, hervorragendem Geräuschverhalten und wartungsarmem Betrieb
Friedrichshafen. Mit dem neuen ZF 3200 A/V PTI ergänzt ZF sein Angebot an Down-Angle-Getrieben für hybride Antriebssysteme. Sein kompaktes Design und eine Leichtbau-Konstruktion mit Aluminium-Gehäuse machen es zur idealen Wahl für schnelle Schiffe mit knappem Bauraum im Leistungsbereich von 1.295 kW bis 1.940 kW. Dank seiner besonderen Verzahnungsauslegung kann ein zusätzliches Motoraggregat (wie etwa ein zusätzlicher E-Motor) über eine eigene Antriebswelle angebunden werden – ohne dadurch die zulässige Leistung am Hauptantrieb zu reduzieren. Das ZF 3200 A/V PTI ermöglicht Schiffsdesignern somit auch dort hybriden Vortrieb, wo die Umsetzung bislang schwierig war, etwa in Yacht- und Patrouillenbooten sowie Fähren.
Leistungsstarker und komfortabler Vortrieb, dabei emissionsarm, robust und flexibel: Mit dem ZF 3200 A/V PTI erweitert ZF sein Portfolio an Hybridgetrieben um ein weiteres zukunftsträchtiges System für Down-Angle-Konfigurationen.
Das System ist für eine maximale Leistung bis 1.940 kW und ein maximales Drehmoment von 7.560 Nm ausgelegt, während der Nebenabtrieb (Power-Take-In, PTI) mit E-Motoren bis zu einer maximalen Leistung von 500 kW gekoppelt werden kann. Bislang bot ZF in diesem Leistungsbereich nur Hybridgetriebe mit größerer Übersetzung an – gut für Arbeitsschiffe, allerdings nicht optimal für andere Anwendungen. Mit diesem neuen Getriebe wird nun auch der Übersetzungsbereich von i=1,351 bis i=3,444 abgedeckt. „Das macht es zur optimalen Lösung für Anwendungen in schnellen Schiffen mit begrenztem Bauraum“, sagt Wolfram Frei, Leiter Vertrieb Kommerzielle und schnelle Schiffe bei ZF.
Am PTI kann die Übersetzung variabel in einem Bereich i=1,892 bis i=4,240 gewählt werden. „Zusätzlich können wir, je nach Anforderungen unserer Kunden, verschiedene oder zusätzliche Übersetzungen am Nebenabtrieb realisieren“, ergänzt Frei. Das erlaubt eine optimale Anpassung der Übersetzungen an das Fahrprofil, beispielsweise beim kurzfristigen Boosten oder beim Manövrieren. Dank des langjährigen Know-hows von ZF in der Verzahnungsauslegung kann eine zusätzliche Antriebseinheit, in der Regel eine E-Maschine, über eine eigene Antriebswelle sehr kompakt in das Getriebe integriert werden. Neben der Kompaktheit hat dies den Vorteil, dass die zulässige Maximalleistung des Hauptantriebes bei den meisten Varianten nicht reduziert werden muss, um die zusätzliche Leistung der E-Maschine aufzunehmen. Diese Lösung für Down-Angle-Getriebe ist im Markt einzigartig – und macht das ZF 3200 A/V PTI damit zur idealen Wahl für eine Reihe von schnellen Schiffen, wie etwa Freizeityachten oder Booten der Küstenwache.
Hohe Ansprüche, geringe Geräuschentwicklung
Beim Einsatz in Yachten und insbesondere beim rein elektrischen Betrieb liegt der Fokus neben der Leistungsentfaltung auf den Geräuschanforderungen des Getriebes. ZF optimierte die Verzahnung und die Gehäuseeigenschaften unter diesem Aspekt, inklusive relevanter Testvalidierung. Zusätzlich setzt ZF eine neu entwickelte Kupplung ein, welche die Drehschwingungen beim rein elektrischen Betrieb eliminiert.
Wenig Verschleiß, geringer Wartungsbedarf
Auch beim neuen Hybridsystem fließt die jahrzehntelange Antriebsexpertise von ZF ein. Das garantiert nicht nur hohe Effizienz, sondern auch die Zuverlässigkeit und das Serviceangebot, die Werften und Hersteller vom Unternehmen gewohnt sind.
Darüber hinaus verfügt das ZF 3200 A/V über zwei hydraulische Schaltkupplungen, die über eine gemeinsame hydraulische Steuerfunktion kontrolliert werden. Das garantiert, dass nur jeweils das korrekte Aggregat seine Antriebskraft auf das Getriebe überträgt. Ein internes Diagnosetool sorgt dafür, dass beide Motoreinheiten in jeder Fahrsituation fehlerfrei zusammenarbeiten.
Wie gut das neue Getriebe von der Branche angenommen wird, zeigt ein Blick in das Auftragsbuch von ZF: Ein erstes Projekt wird bereits im vierten Quartal 2024 ausgeliefert, weiteres Kundeninteresse ist bereits signalisiert.