Presseinformation
Va bene: ZF produziert neue Getriebe für die U-Bahnen in Rom und Mailand
- Leiser, leichter, leistungsstark: Neues zweistufiges Stirnradgetriebe ist gewicht- und geräuschoptimiert
- Effiziente Entwicklung: ZF nutzt Erfahrungen aus fast zwei Jahrzehnten Partnerschaft mit Hitachi Rail
- ZF-Auftritt auf der italienischen Fachmesse Expo Ferroviaria (Mailand, 3.-5. Oktober)
Friedrichshafen / Mailand. ZF rüstet die von Hitachi Rail gebauten Metros für die beiden größten italienischen Städte – Mailand und Rom – mit der neuesten Generation seines zweistufigen Stirnradgetriebes aus. Das Design bringt im Vergleich zum Vorgänger rund zehn Prozent weniger Gewicht auf die Waage und ist mit einer neu ausgelegten Verzahnung geräuschoptimiert. Das erhöht die mögliche Nutzlast der Fahrzeuge, spart Kosten und sorgt für mehr Passagierkomfort. ZF wird rund 1.200 Getriebe für beide Flotten produzieren. Der Konzern präsentiert das neue Modell sowie weitere Innovationen für den Bahnsektor an Stand G60 während der Fachmesse Expo Ferroviaria (Mailand, 3.-5. Oktober).
Denkt man an Mobilität in Italien, kommen vermutlich zunächst die üblichen Verdächtigen in den Sinn: Knatternde Vespas, flinke Fiats, rasante Ferraris. „Diese Aufzählung unterschlägt aber, wie bedeutend der ÖPNV für das Land ist,“ so Michael Topp, bei ZF tätig als Key Account Manager für Bahn-Antriebssysteme. Für die größten Metropolregionen Italiens – um die Hauptstadt Rom und das Wirtschaftszentrum Mailand – spielt dabei der Schienenverkehr eine wichtige Rolle. Mehrere Millionen Einwohner pendeln „in treno“, von den unzähligen Touristen ganz zu schweigen. Alleine in Rom befördern drei Metrolinien täglich über eine Millionen Menschen. Hitachi Rail wird die kommende Fahrzeuggeneration für diese Metronetze produzieren und darin ein neues zweistufiges Stirnradgetriebe von ZF verbauen.
Leiser, leichter, leistungsstark
Ganz oben auf der Anforderungsliste der neuen Getriebe standen Zuverlässigkeit, hohe Leistungsdichte und vor allem Gewichtseinsparung. Auch die letzten beiden Getriebe-Generationen der Metro-Flotte stammten vom deutschen Unternehmen. „Wir wussten also, wo wir anpacken mussten“, so Alfred Kienzle, Teamleiter Produktentwicklung Bahn-Antriebssysteme bei ZF. „Daher konnten wir die Entwicklung bei dieser Serie effizient streamlinen.“
Zwischen Auftragsvergabe durch den Mailänder Verkehrsverbund ATM an Hitachi Rail und der Produktionsreife lagen nur knapp 12 Monate. In dieser Zeit entwickelte ZF unter anderem eine neue geräuschverbesserte Verzahnung und optimierte das Sphäroguss-Gehäuse. Das Resultat: Das Getriebe wiegt mit 307,5 kg (trocken, ohne Drehmomentstütze und Kupplung) rund zehn Prozent weniger als der Vorgänger und spart zudem knapp 30 Prozent Materialkosten ein. Nichts änderte sich hingegen an der Robustheit und Langlebigkeit – diese entsprechen dem bewährten ZF-Standard.
Das niedrige Gewicht trägt zur Gewichtsreduzierung des Fahrzeugs bei, was wiederum zu Energieeinsparungen beim Betrieb des Zuges führt. Die Einsparungen sind beträchtlich, wenn man bedenkt, dass pro Zug etwa 16 Getriebe installiert sind. Zudem ist das Getriebe im Betrieb leiser, was den Bordkomfort steigert. Ein weiterer Bonus: Dank gleichbleibender Anschlüsse lassen sich auch bestehende Fahrzeuge retrofitten. Das spart Verkehrsverbünden unter Umständen die kostspielige Erneuerung der Flotte.
ZF setzt Maßstab im italienischen Bahnsektor
Diese Vorteile überzeugten Hitachi Rail, den Hersteller der neuen Fahrzeuge für Mailand und Rom. Für die Metro in Mailand stehen bereits 736 Getriebe im Auftragsbuch, das entspricht 46 Zügen. In Rom soll ZF insgesamt 30 Züge ausstatten, rechnet also mit einer Gesamtstückzahl von 480. „Mit diesem Auftrag und mit Blick auf unsere bisherige Erfolgsgeschichte im Sektor könnte man sagen, dass wir auf dem italienischen Markt den Benchmark setzen,“ resümiert Michael Topp.
ZF präsentiert sein neues Getriebe sowie weitere Innovationen für die Bahnbranche bei seinem Aufritt (Stand G60) auf der italienischen Fachmesse Expo Ferroviaria (Mailand, 3.-5. Oktober).