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07/09/2023

Fahrwerk der Zukunft: Megatrends bringen Chancen und Veränderungen für die Dümmer Region mit sich

  • ZF stärkt seine Position durch Bündelung zweier Geschäftsbereiche in der neuen Division „Chassis Solutions“

  • Dr. Peter Holdmann zum Divisionsleiter ernannt, Dienstsitz bleibt Dielingen

  • Starker Partner für weiteren Ausbau des Achsmontage-Geschäfts gefunden

  • Aufbau neuer Zukunftstechnologien in den Werken am Dümmer

Dielingen. E-Mobilität, autonomes Fahren, Vernetzungstechnologien und ein immer größer werdendes Nachhaltigkeitsbewusstsein prägen die Automobilindustrie und treiben den technologischen und organisatorischen Wandel bei ZF auf allen Ebenen voran. Auch in den Werken am Dümmer setzt der Konzern wichtige Maßnahmen um, damit aktuelle Branchentrends und neue Kundenanforderungen bestmöglich bedient werden können.

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Fahrwerk der Zukunft: Megatrends bringen Chancen und Veränderungen für die Dümmer Region mit sich

Für ZF bringen die genannten Megatrends in mehrfacher Hinsicht Chancen mit sich, auch mit Blick auf das Fahrwerk. Hier ist der Technologiekonzern mit seinem Produktportfolio – einschließlich fortschrittlicher Lenkung und Bremsen, Dämpfern und Aktuatoren sowie entsprechender Software und Systemlösungen – einzigartig in der Branche. Auf dieser starken Basis und mit jahrzehntelanger Erfahrung kann das Unternehmen seinen Kunden auf vielen Ebenen Vorteile bieten, um die Branchentrends zu nutzen.

Die genannten Produktgruppen sind bisher auf zwei verschiedene Geschäftsbereiche innerhalb des Konzerns verteilt. So bedient die in den USA beheimatete Division Aktive Sicherheitstechnik das Portfolio an Bremsen und Lenkungen, während die Division Pkw-Fahrwerktechnik mit ihrem Hauptsitz in Dielingen vor allem in den Bereichen Chassis-Komponenten, Dämpfung, smarte Aktuatorik sowie der Software-Entwicklung tätig ist.

ZF hat nun beschlossen, diese beiden Geschäftsbereiche zu einer Division „Chassis Solutions“ zu vereinen. Es entsteht ein einzigartiger Anbieter im Fahrwerk-Bereich, der weltweit rund 37.000 Mitarbeiter an über 63 Produktionsstandorten beschäftigt. Die neue „Super-Division“ soll zum 1. Januar 2024 an den Start gehen. Geleitet wird sie von Dr. Peter Holdmann, der derzeit bereits die Division Pkw-Fahrwerktechnik verantwortet. Auch wenn für die künftige Organisation aufgrund ihrer globalen Struktur kein dezidiertes Headquarter benannt wird, werden wesentliche Funktionen der deutlich gewachsenen Unternehmenseinheit aus Dielingen geführt: Dort bleibt nicht nur der Sitz von Dr. Peter Holdmann als Divisionsleiter, auch die Produktlinie Chassis Components und einige Zentralfunktionen werden weiterhin aus der Dümmer Region gesteuert.

„Unser Ziel ist es, unsere weltweite Marktführerschaft im Chassis-Business auszubauen“, betont Holdmann „Das Portfolio der neuen Division umfasst die gesamte Hardware, Software und Elektronik, um Vertikal-, Längs- und Querdynamik eines Fahrzeugs zu beherrschen. Dass wir dies aus einer Hand anbieten können, ist einzigartig in der Branche.“

Mit der veränderten Struktur folgt der Technologiekonzern der Forderung vieler Kunden nach einfachen und effektiven Strukturen auf Zulieferseite. Sie erhalten nun über eine Organisation den vollen Zugriff auf das Fahrwerktechnik-Portfolio von ZF.

Neue Entwicklungen am MDS Lemförde

Auch technologisch greift ZF rund um den Dümmer die aktuellen Trends auf. So wurde in Dielingen das „Projekthaus Kunststofftechnologie“ gegründet. Es bietet innovative Kunststofflösungen für die Automobilindustrie und agiert als Kompetenzzentrum für alle ZF-Divisionen. Im Diepholzer Werk hat ZF hierzu die Produktion aufgebaut. Aktuell werden dort Struktur- und Fahrwerkkomponenten, Zahnräder sowie mechatronischen Komponenten aus Kunststoff hergestellt.

Für das von Dielingen aus geleitete Achsmontagegeschäft hat ZF wie angestrebt einen Joint-Venture-Partner gefunden. Es wird künftig gemeinsam mit dem taiwanesischen Technologiekonzern Foxconn, dem weltweit größten Hersteller von Elektronik- und Computerteilen, ausgebaut. Die vertragliche Vereinbarung zur Gründung der „ZF Foxconn Chassis Modules GmbH“ haben beide Parteien Ende Juli unterzeichnet. Nach Freigabe der zuständigen Behörden wird der Betriebsübergang für das erste Quartal 2024 erwartet.

„Mit der Partnerschaft machen wir einen weiteren wichtigen Schritt in unserer Strategie“, sagt dazu Holdmann. „Immer mehr Kunden fordern die Montage umfassenderer Module, darunter Elektroantriebe oder Battery Packs bis hin zu kompletten, elektrifizierten Fahrwerken. Durch die Erweiterung unserer Möglichkeiten können wir gemeinsam mit unserem Partner diese Wachstumschancen nutzen.“

Am Standort Damme wird unterdessen der Umzug vorbereitet. Aufgrund des auslaufenden Mietverhältnisses wird das Werk im August 2024 geschlossen. Einen Teil der in Damme gefertigten Produkte verlagert ZF an die beiden anderen Fahrwerk-Standorte am Dümmer: Diepholz und Wagenfeld. Zwischen diesen beiden entsteht ein Produktionsnetzwerk, um Synergien – auch mit der Stammbelegschaft aus Damme – optimal zu nutzen.

In Diepholz ist jetzt an dem Gebäude neben dem ZF-Werk für Fahrwerkkomponenten der neue Firmenname SIGNATA zu sehen. Das globale Geschäft der ZF Produktlinie Electronic Interfaces ist von der Industriegruppe AEQUITA SE & Co. KGaA übernommen und zur eigenständigen SIGNATA GmbH umfirmiert worden. Der Abschluss dieses Verkaufsprozesses wird für das zweite Halbjahr erwartet.

Nachhaltigkeit als Unternehmensziel

Mit Blick auf den Umweltschutz hat sich das Unternehmen anspruchsvolle Ziele gesetzt: Insbesondere die vollständige Klimaneutralität bis zum Jahr 2040 und die Reduktion der CO2-Emissionen an den ZF-Standorten um 80 Prozent bis 2030 (verglichen mit dem Jahr 2019). In diesem Jahr soll der Energieverbrauch dazu um mindestens 3 Prozent relativ zum Umsatz reduziert werden. Mit seinen vielfältigen Maßnahmen nimmt der Multidivisionsstandort Lemförde dabei eine Vorreiterrolle ein. Hier setzen Energiekoordinatoren kontinuierlich Maßnahmen zur Einsparung von Energieverbräuchen um. Beispielsweise veranlassen sie den Austausch von Heizungen und Beleuchtungen, die Sanierung von Gebäudehüllen oder die Beschaffung energieeffizienter Maschinen für die Produktion. „Wir überprüfen zudem gerade die verschiedenen Optionen, Photovoltaik-Anlagen auf Gebäuden, Parkplätzen oder den Freiflächen des Werksgeländes zu errichten“, erläutert Holdmann.

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Florian Tausch

Florian Tausch

Leiter Unternehmens- und Marketingkommunikation, Division Pkw Fahrwerktechnik