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27/06/2022

Zukunftsvereinbarung für Standort Saarbrücken geschlossen

  • Beschäftigungssicherung bis 31. Dezember 2025
  • Aufbau eines Zukunftsfonds zur Finanzierung neuer Produktansiedlungen aus dem Bereich Elektromobilität
  • Mehr Arbeitszeitflexibilität und Wettbewerbsfähigkeit unter anderem durch neue Schichtmodelle
  • Volumina für das 8-Gang-Automatgetriebe werden vorrangig am ZF-Standort Saarbrücken produziert

Saarbrücken. Weichenstellung an der Saar: ZF hat sich am Standort Saarbrücken mit der Arbeitnehmervertretung auf eine Zukunftsvereinbarung für die rund 9.000 Beschäftigten geeinigt. Die Verhandlungen erfolgten im Rahmen des Tarifvertrags Transformation, den ZF im Juli 2020 für seine deutschen Standorte geschlossen hatte.

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Zukunftsvereinbarung für Standort Saarbrücken geschlossen

Zentrale Elemente der Zukunftsvereinbarung sind:

  • Die bereits bestehende Beschäftigungssicherung wird bis zum 31. Dezember 2025 verlängert.
  • Am Standort wird ein Zukunftsfonds eingerichtet, dessen Mittel in die Ansiedlung neuer Produkte fließen. Dieser Zukunftsfonds speist sich aus einer Anpassung der Entgeltlinien, die für alle zukünftigen Neueinstellungen gilt.
  • Die Volumina der neuen Generation des 8-Gang-Automatgetriebes werden vorrangig in Saarbrücken produziert.
  • Die am Standort bestehende hohe Wertschöpfungstiefe in der Getriebeproduktion wird aufrechterhalten.
  • Um die Wettbewerbsfähigkeit zu steigern und angesichts der hohen Marktvolatilität die Arbeitszeitflexibilität weiter zu erhöhen, werden neue Schichtmodelle und erweiterte Möglichkeiten zur temporären Reduktion der Arbeitszeit eingeführt; ein neues Mehrkontenmodell wird ausgearbeitet.
  • Die Ausbildung am Standort wird neu ausgerichtet: In den nächsten Jahren wird ein Teil der Ausbildungsplätze zur internen Um- und Weiterqualifizierung von ZF-Beschäftigten verwendet.

Die Vereinbarung sieht zwei Phasen vor: Die jetzt beschlossenen Maßnahmen gelten für die erste Phase bis Ende 2025. Während dieser Zeit werden die Rahmenbedingungen für die Weiterentwicklung des Standorts in der darauffolgenden zweiten Phase erarbeitet, in der sich der Wandel hin zu rein elektrischen Pkw-Antrieben weiter beschleunigen wird. Teil dieses Prozesses wird auch sein, Produkte aus dem Bereich rein elektrischer Antriebe zu identifizieren, die perspektivisch am Standort Saarbrücken angesiedelt werden können.

„Die hohe Nachfrage unserer Kunden bestätigt unsere Produktstrategie eindrucksvoll“, sagt Stephan von Schuckmann, Mitglied des ZF-Vorstands und verantwortlich für die Division Electrified Powertrain Technology, zu der der Standort Saarbrücken gehört. „Der erfolgreiche Abschluss der Verhandlungen zum Zukunftsbild des Standorts Saarbrücken ist das Ergebnis einer gemeinsamen Kraftanstrengung von Unternehmen, Arbeitnehmervertretung und Politik. Die kommenden Jahre werden weiterhin vom Hochlauf der E-Mobilität geprägt sein – wenn weiterhin alle Parteien so gut zusammenarbeiten, werden wir die damit einhergehenden Veränderungen bei Wertschöpfung und Beschäftigung aktiv gestalten können.“

„Die Vereinbarung ist ein wichtiger Meilenstein für den Standort Saarbrücken. Sie macht uns wettbewerbsfähiger und eröffnet so Zukunftsperspektiven“, sagt Standortleiter Alexander Wortberg. „Gemeinsam mit der Arbeitnehmervertretung haben wir die Voraussetzungen geschaffen, dass Saarbrücken langfristig eine starke Säule im globalen ZF-Produktionsnetzwerk bleibt.“

Mario Kläs, Vorsitzender des Betriebsrats am Standort Saarbrücken, sagt zu der Zukunftsvereinbarung: „Der Wandel in der Automobilindustrie stellt uns alle vor sehr große Herausforderungen. Eine langfristige Standortsicherung und eine damit verbundene Beschäftigungssicherung standen dabei für den Betriebsrat immer im Vordergrund. Mit dieser Vereinbarung zur Zukunftssicherung konnten wir unseren Kolleginnen und Kollegen neben der Beschäftigungssicherung nun auch eine positive Perspektive für die Zukunft aufzeigen.“

Das ZF-Werk Saarbrücken wird weiterhin der weltweite Leitstandort für das erfolgreiche 8-Gang-Automatgetriebe sein und in dieser Rolle Produktionsanläufe an ausländischen Standorten der Division Electrified Powertrain Technology unterstützen. Zudem läuft dort das Programm „E-Cademy“ zur Um- und Weiterqualifizierung der Beschäftigten, damit sie die Möglichkeit haben, auch mit veränderten Jobprofilen bei ZF die Zukunft der Mobilität mitzugestalten.

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Dr. Jochen Mayer

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Unternehmen, Finanzen, Personal
Karin Markenstein

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Kommunikation Division Pkw-Antriebstechnik