Presseinformation

25/09/2018

ZF bringt neues Gurtsystem mit aktivem Gurtstraffer auf den Markt

  • Aktive Gurtsysteme können Fahrer durch Vibrieren vor potenziellen Gefahren warnen und den Gurt schon vor einem Unfall straffen
  • Der aktive Gurtstraffer ACR8 basiert auf der Produktfamilie des Aufrollerstraffers SPR8
  • Kompaktes Design, geringes Gewicht und neue Softwarefunktionen

Friedrichshafen. ZF geht mit der nächsten Generation des neuen aktiven Gurtstraffers ACR8 in Serienproduktion. Der ACR8 verbindet aktive und passive Fahrzeugsicherheit und ist so ausgelegt, dass er in kritischen Situationen bereits vor einem potenziellen Aufprall den Sicherheitsgurt straff anzieht. Er kann durch Informationen von aktiven Fahrzeugsicherheits- und Fahrerassistenzsystemen ausgelöst werden und mit Systemen wie der automatischen Notbremsfunktion (AEB) oder dem Notausweichassistenten (ESA) zusammenarbeiten. Das System trägt dazu bei, den Insassen in einer besseren Position zu halten, und wird während eines Aufpralls in Verbindung mit weiteren Insassenrückhaltesystemen wie Airbags aktiv.

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ZF bringt neues Gurtsystem mit aktivem Gurtstraffer auf den Markt

Der ACR8, kurz für Active Control Retractor, ist die neueste Generation des aktiven Aufrollerstraffers von ZF. ZF war im Jahr 2002 zusammen mit Daimler Vorreiter bei dieser Technologie, die seitdem weltweit im Einsatz ist.

„Die neue Generation kommt jetzt im Mercedes-Benz CLS auf den Markt und zeichnet sich durch ihre noch kompaktere Bauform, das verringerte Gewicht und neue Software-Funktionalitäten aus“, so Norbert Kagerer, Entwicklungsleiter im ZF-Geschäftsfeld Insassenschutzsysteme. „Damit leistet ZF einen weiteren Beitrag auf dem Weg zur Vision Zero – einem Straßenverkehr ohne Emissionen und Unfälle.“

Der ACR8 verfügt sowohl über einen reversiblen, elektromechanischen Gurtstraffer für die Pre-Crash-Aktivierung, Komfortfunktionen und haptisches Feedback als auch über einen nicht-reversiblen, pyrotechnischen Gurtstraffer für den verbesserten Schutz bei einem nicht mehr vermeidbaren Unfall.

Die neue Generation ist um weitere Funktionen erweiterbar, wie aktives Sperren in veränderten Sitzpositionen, Sensierung des Gurtbandauszugs oder Sportmodus für hochdynamische Fahrsituationen.

Der ACR8 basiert auf dem Aufrollerstraffer SPR8 von ZF. Der SPR8 bietet eine modular aufgebaute Produktfamilie, die alle Anforderungen der Automobilhersteller an Gurtsysteme erfüllen kann – von der Basisversion bis hin zur aktiven Aufrollerstraffer-Technologie mit erweiterten Funktionen. Mit dem ACR8 kann das Gurtsystem aufbauend auf die SPR8-Aufrollerstraffer-Technologie und -Systemkonfiguration aufgerüstet werden.

Der Gewinn an Sicherheit und Komfort für Fahrzeuginsassen sorgt für eine steigende Verbreitung von aktiven Gurtsystemen über Fahrzeugsegmente hinweg, von Kompakt- über Mittelklasse- bis hin zu Premiumfahrzeugen. Zu bekannten Funktionen wie der Verringerung der sogenannten Gurtlose kommen in Kombination mit modernen Fahrerassistenzsystemen optional integrierbare Funktionen wie Warnungen durch Gurtvibration (haptisches Feedback) und reversible Aufrollstraffung während der Aufprallvermeidungs- und Pre-Crash-Phase hinzu. Bei automatisiertem Fahren kann der aktive Gurtstraffer auch dazu beitragen, dass die Fahrzeuginsassen in potenziell kritischen Situationen in eine bessere Sitzposition gebracht werden. Gurtsysteme arbeiten mit anderen Sicherheitssystemen wie beispielsweise Airbags zusammen, um zur Verbesserung des Insassenschutzes beizutragen und die Krafteinwirkung auf menschliche Körper bei einem Aufprall zu steuern.

Der ACR8 kann außerdem zu einem festen Bestandteil automatisierter Fahrsysteme werden. Der aktive Gurtstraffer kann den Fahrer beim Wechsel von automatisiertem Fahren zu manuellem Fahren durch hochfrequentes Pulsieren des Gurtbands warnend darauf hinweisen, dass er die Kontrolle übernehmen sollte und sein aktives Eingreifen notwendig werden könnte. So kann das Gurtsystem in die Benutzerschnittstelle automatisierter Fahrzeuge eingebunden werden, um die Aufmerksamkeit des Fahrers zu erlangen.

KONTAKT

Mirko Gutemann

Technologie- und Produktkommunikation

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Leiter Technologie- und Produktkommunikation

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