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30/07/2026

IAA Transportation 2026: ZF gestaltet die Zukunft der Automatisierung mit skalierbarer 360°-Sicherheit für Lkw und Anhänger

  • 360°-Sicherheitskonzept integriert Lkw und Anhänger zu einem Gesamtsystem
  • Aktive Sicherheitsfunktionen können in allen Fahrsituationen eingreifen und zur Vermeidung von Unfällen beitragen
  • Skalierbare ADAS-Architektur bereitet Fahrzeuge auf höhere Automatisierungsstufen vor

Friedrichshafen / Hannover. Im Vorfeld der IAA Transportation 2026 präsentiert die ZF Division Commercial Vehicle Solutions (CVS) neue aktive Sicherheitstechnologien für Lkw und Anhänger. Im Mittelpunkt steht ein skalierbares 360°-Sicherheitskonzept, das Sensorik, Wahrnehmung, Bremsen und Lenkung zu einem abgestimmten System vereint. Dieser Ansatz verbessert die Sicherheitsleistung in allen Fahrsituationen und ebnet den Weg zu höheren Automatisierungsstufen.

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IAA Transportation 2026: ZF gestaltet die Zukunft der Automatisierung mit skalierbarer 360°-Sicherheit für Lkw und Anhänger

Die Sicherheitsanforderungen an Nutzfahrzeuge entwickeln sich ständig weiter. Flottenbetreiber erwarten Systeme, die Unfälle verhindern, ungeschützte Verkehrsteilnehmer schützen und einen stärker automatisierten Betrieb unterstützen. „Der Systemansatz von ZF für diese Herausforderungen integriert ADAS-Funktionen über die gesamte Fahrzeugkombination hinweg und umfasst Weiterentwicklungen, die über die warnbasierte Fahrerunterstützung hinausgehen und eine aktive Kollisionsvermeidung ermöglichen“, sagt Dr. Thomas Dieckmann, Technology & Innovation Officer bei ZF.

Dies ist der zentrale Vorteil des 360°-Sicherheitskonzepts von ZF. Es erweitert Assistenzsysteme über das Zugfahrzeug hinaus und bezieht den Anhänger dank einer schnellen Automotive-Ethernet-Kommunikationsschnittstelle, die Zugfahrzeug und Anhänger verbindet (sogenannter „Truck-Trailer Link“), in das Wahrnehmungssystem mit ein. So werden die Sensordaten (Radar und Kamera) von Lkw und Anhänger zu einem Umgebungsmodell zusammengeführt. Dadurch wird eine kontinuierliche 360°-Objekterkennung mit deutlich weniger Wahrnehmungslücken als bei herkömmlichen Ansätzen ermöglicht. Dies unterstützt eine durchgängige Fahrerassistenz vom Autobahnverkehr über den Stadtverkehr bis hin zu Manövern auf Betriebshöfen.

ZF baut die aktiven Sicherheitsfunktionen mit Eingriffsmöglichkeiten auf Basis seines OnGuardMAX-Systems weiter aus. Im Nahbereich werden die Anforderungen der Europäischen General Safety Regulation (GSR) für das Anfahrwarnsystem (MOIS) und das Totwinkel-Warnsystem (BSIS) erfüllt. Über die gesetzlichen Vorschriften hinaus können diese Funktionen aktiv einen Bremsvorgang einleiten, um drohende Kollisionen mit ungeschützten Verkehrsteilnehmern zu vermeiden oder deren Folgen zu mildern. Für den Autobahnbetrieb kombiniert die Funktion Highway Assist einen Spurhalteassistenten und eine adaptive Geschwindigkeitsregelung mit Stop-and-Go-Funktion, um ein stabiles und vorhersehbares Fahrverhalten zu unterstützen. Im Logistikbereich verbessert ein Rückfahrassistenzsystem die Sicht und kann durch automatische Notbremsungen aktiv eingreifen, um sicheres Rangieren bei Hofarbeiten zu unterstützen. Zusätzliche, am Anhänger montierte Seitenkameras, verbessern außerdem die Gesamtsicht und die Objekterkennung.

Weitere Funktionen verbessern das Situationsbewusstsein und unterstützen den Fahrer. Das Driver Monitoring System (DMS) von ZF erkennt Ablenkung und Müdigkeit des Fahrers und kann aktiv eingreifen. Zusätzliche Funktionen wie die akustische Erkennung von Sirenen (Rescue Assist) unterstützen die Reaktion auf Einsatzfahrzeuge, die sich außerhalb des Sichtfelds des Fahrers befinden. Diese Funktionen zielen auf typische Unfallszenarien ab und tragen dazu bei, das Unfallrisiko im täglichen Betrieb zu verringern.

Skalierbare Systemarchitektur als Grundlage für zukünftige Automatisierung

Die ADAS-Architektur von ZF basiert auf einem skalierbaren Konzept und wird durch Radar- und Kameratechnologie der nächsten Generation unterstützt, um die Wahrnehmungsleistung weiter zu verbessern. Diese neuen Sensoren verbessern die Umgebungswahrnehmung, indem sie hochwertige Sensordaten mit geringer Latenz liefern und gleichzeitig die Skalierbarkeit bieten, die für die Integration zusätzlicher Sensoren und fortschrittlicher Datenfusionsarchitekturen erforderlich ist. Dies verbessert die Erkennungsleistung und erhöht die Robustheit des Systems über verschiedene Fahrzeugplattformen, Anwendungsfälle und Regionen hinweg.

„Skalierbarkeit ist für unsere Kunden entscheidend. Sie benötigen Sicherheitssysteme, die ihre Investitionen schützen, heutige Anforderungen erfüllen und sich im Laufe der Zeit weiterentwickeln lassen, ohne dass das Fahrzeug neu konstruiert werden muss. Unser ADAS-Portfolio ermöglicht diese schrittweise Erweiterbarkeit, sodass OEMs neue Funktionen und Leistungsstufen hinzufügen können, während sich ihre Fahrzeuge und Geschäftsmodelle weiterentwickeln“, sagt Martin Mayer, Leiter des Produktsegments ADAS und Elektronik der ZF Division Commercial Vehicle Solutions.

Ein wesentliches Alleinstellungsmerkmal von ZF ist die Fähigkeit, Fahrerassistenz-, Brems- und Lenksysteme zu einem koordinierten Sicherheitssystem zu kombinieren. Anstatt als isolierte Funktionen zu arbeiten, greifen die Technologien nahtlos ineinander, um das Ansprechverhalten des Fahrzeugs zu verbessern und den Weg für stärker automatisierte Nutzfahrzeuge zu ebnen.

Diese Technologien unterstützen den Kunden nicht nur dabei, die aktuellen Sicherheitsanforderungen (z. B. die Europäische General Safety Regulation) zu erfüllen, sondern bieten darüber hinaus zusätzliche Sicherheitsvorteile, die über die gesetzlichen Mindeststandards hinausgehen. Dies unterstützt OEMs dabei, kontinuierlich steigende Anforderungen zu erfüllen, darunter höhere Euro NCAP Sicherheitsbewertungen und künftige gesetzliche Rahmenbedingungen.

ZF auf der IAA Transportation 2026

ZF präsentiert auf der diesjährigen IAA Transportation in Hannover (Halle 21, Stand B42) seine neuesten Technologien für Nutzfahrzeuge, darunter Weiterentwicklungen in den Bereichen Automatisierung und Sicherheit.

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Christopher Rimmele

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Leiter Kommunikation ZF Commercial Vehicle Solutions
Tim Glockemann

Tim Glockemann

Lkw- und Anhänger-Technologie