Presseinformation
ZF setzt Weg zur Verbesserung der Performance konsequent fort
- Bereinigte EBIT-Marge verbessert sich im ersten Halbjahr 2026 von 4,3 Prozent (2025) auf 5,0 Prozent
- Umsatz des Technologiekonzerns wächst organisch um 0,5 Prozent und liegt bei 19,3 Milliarden Euro
Friedrichshafen. Die ZF Friedrichshafen AG hat ihre Profitabilität im ersten Halbjahr 2026 gesteigert. Die bereinigte EBIT-Marge erhöhte sich von 4,3 Prozent im Vergleichszeitraum des Vorjahrs auf 5,0 Prozent, was einem bereinigten EBIT von 964 Millionen (2025: 853 Millionen) Euro entspricht. Der Umsatz reduzierte sich nominell um 2,0 Prozent von 19,7 Milliarden auf 19,3 Milliarden Euro. Organisch verzeichnete ZF trotz des anhaltend herausfordernden Marktumfelds ein leichtes Umsatzwachstum von 0,5 Prozent. Der bereinigte Free Cashflow verbesserte sich um 524 Millionen Euro auf 989 Millionen Euro.
„Kostendisziplin sowie die Konzentration auf eine verbesserte operative Performance und wertschöpfende Produkte beginnen zu wirken“, sagte der ZF-Vorstandsvorsitzende Mathias Miedreich am Donnerstag in Friedrichshafen. „Der Weg bleibt anspruchsvoll, doch jeder Schritt baut Altlasten ab und erweitert unseren Handlungsspielraum.“
Kennzahlen für das erste Halbjahr 2026
ZF hat von Januar bis Ende Juni 2026 einen Umsatz von 19,3 Milliarden (2025: 19,7 Milliarden) Euro erwirtschaftet; ein nomineller Rückgang von 2,0 Prozent. Bereinigt um Wechselkurs- und M&A-Effekte, lag der Umsatz organisch um 0,5 Prozent über dem Vorjahreswert. Der ZF-Konzern verzeichnet dabei ein bereinigtes EBIT von 964 Millionen (2025: 853 Millionen) Euro, was einer bereinigten EBIT-Marge von 5,0 Prozent (2025: 4,3 Prozent) entspricht. Der bereinigte Free Cashflow beträgt 989 Millionen (2025: 465 Millionen) Euro.
Zur insgesamt positiven Cashflow-Entwicklung trugen vor allem die höhere Profitabilität und der weiterhin disziplinierte Investitionsansatz bei. „Beides hat unsere Fähigkeit zur Cash-Generierung weiter gestärkt“, sagte Finanzvorstand Michael Frick. Vorübergehend belastend wirkten hingegen Mittelabflüsse aus zuvor gebildeten Rückstellungen für Restrukturierungsmaßnahmen. Die entsprechenden Zahlungen lagen über dem Vorjahresniveau, sind aber ein wichtiger Bestandteil der langfristigen Transformation des Unternehmens.
Die fortgesetzte Fokussierung des Produktprogramms spiegelt sich auch in den Aufwendungen für Forschung und Entwicklung (F&E) sowie den Investitionen in Sachanlagen wider. Die F&E-Aufwendungen reduzierten sich um rund sieben Prozent auf 1,6 Milliarden Euro (F&E-Quote: 8,2 Prozent); die Investitionen in Sachanlagen um rund 19 Prozent auf 600 Millionen Euro.
Die Nettoverbindlichkeiten beliefen sich zum 30. Juni 2026 auf rund 9,8 Milliarden Euro. Der Leverage betrug zu diesem Stichtag 2,75x und ist gegenüber dem Wert von 2,98x zum Jahresende 2025 weiter gesunken. Der Liquiditätsspielraum liegt bei mehr als sieben Milliarden Euro. Dazu zählt auch die nicht in Anspruch genommene revolvierende Kreditlinie (RCF) in Höhe von 3,5 Milliarden Euro mit einer Laufzeit bis 2029.
Zum 30. Juni 2026 beschäftigte ZF weltweit 149.675 Mitarbeiter, das sind gut zwei Prozent weniger als am Vorjahresende (153.153). In Deutschland verringerte sich die Mitarbeiterzahl in demselben Zeitraum um über vier Prozent auf 47.068 (Ende 2025: 49.210).
Prognose fürs Gesamtjahr bleibt bestehen
Mit Blick auf die Prognose für das Gesamtjahr 2026 sagte Frick, dass ZF sich insgesamt gut positioniert sehe, die Prognose von mehr als 38 Milliarden Euro Umsatz für das Gesamtjahr zu erreichen. Dies gelte auch für die bereinigte EBIT-Marge, die mit 5,0 Prozent am oberen Ende der prognostizierten Bandbreite von 4,0 bis 5,0 Prozent liege. „Das zeigt“, betonte Frick, „dass unser Performance-Programm zunehmend Wirkung entfaltet. „Zusammen mit einem disziplinierten Kostenmanagement und den bereits eingeleiteten strukturellen Maßnahmen gibt uns das eine solide Grundlage für die weitere Entwicklung im Jahresverlauf.“ Auch beim bereinigten Free Cashflow sei ZF zuversichtlich, das Ziel von mehr als einer Milliarde Euro für das Gesamtjahr zu erreichen.
Frick verwies bei seinem Ausblick aber auch auf das weiterhin volatile Marktumfeld, das derzeit besonders von geopolitischen Spannungen geprägt sei. Welche konkreten Auswirkungen sich daraus auf die wirtschaftliche Entwicklung ergeben können, sei zum heutigen Zeitpunkt noch nicht abschließend zu beurteilen. Zudem ließen die erhofften Verbesserungen der Standortbedingungen in Deutschland und Europa auf sich warten. Für die Automobilindustrie führe dies zu einem herausfordernden Umfeld, das weiterhin nach einer konsequenten Ausrichtung auf Performance und Wettbewerbsfähigkeit verlangt.