Presseinformation
ZF lenkt den Wandel: 100 Millionen elektrische Lenksysteme
- 100 Millionen produzierte Einheiten: Beleg für industrielle Skalierbarkeit, Qualität und globale Kundenrelevanz
- Electric Power Steering (EPS) von ZF unterstützt effiziente, elektrifizierte und softwaredefinierte Fahrzeugarchitekturen
- Elektrische Lenkung bildet Grundlage für Steer-by-Wire-Lösungen und künftige softwaredefinierte Fahrzeugfunktionen
Friedrichshafen. ZF unterstreicht seine Technologieführerschaft bei der elektrischen Lenkung: Weltweit hat der Technologiekonzern inzwischen 100 Millionen EPS-Systeme produziert – und zeigt damit, wie sich die Technologie von einer Alternative zur Hydraulik zu einer Schlüsselkomponente moderner Fahrzeugarchitekturen entwickelt hat. EPS-Systeme von ZF verbinden industrielle Skalierbarkeit mit hoher Systemkompetenz und unterstützen den Übergang zu elektrifizierten, assistierten und zunehmend softwaredefinierten Fahrzeugen. Damit wird die elektrische Lenkung zu einem zentralen Enabler des softwaredefinierten Fahrzeugs und eröffnet neue Möglichkeiten, Fahrzeug-Performance, Personalisierung und Kundennutzen durch softwarebasierte Funktionen zu steigern.
„100 Millionen produzierte elektrische Lenksysteme zeigen, dass ZF im Bereich der Lenkungs-Technologie einen industriellen und technologischen Benchmark gesetzt hat“, sagt Ramiro Gutierrez, Leiter der Business Unit Lenkung. „EPS ist heute der Maßstab für effiziente, skalierbare und softwarefähige Lenksysteme. Damit bildet die Technologie eine Schlüsselkomponente für moderne Fahrerassistenzsysteme, softwaredefinierte Fahrzeuge und die nächste Generation von Steer-by-Wire.“
Seit dem Start der EPS-Produktion 2001 – in einer Column-Drive-Ausführung, bei der der Elektromotor kompakt an der Lenksäule integriert war – hat sich die Technologie von einer innovativen Alternative zur Hydraulik zu einer Schlüsselkomponente moderner Fahrzeugarchitekturen entwickelt.
Vom Effizienzgewinn zur Schlüsseltechnologie
Lenksysteme zählen zu den sicherheitskritischen Komponenten eines Fahrzeugs. Lange dominierten hydraulische Systeme den Markt. Mit steigenden Anforderungen an Energieeffizienz, Emissionsreduzierung und Fahrerassistenz setzte sich die elektrische Servolenkung zunehmend durch. Ein zentraler Vorteil liegt dabei in der Effizienz: Anders als hydraulische Systeme verbraucht die elektrische Lenkung nur dann Energie, wenn tatsächlich gelenkt wird. Das senkt den Energiebedarf und unterstützt anspruchsvollere Emissionsziele: „Mit der Industrialisierung von EPS-Systemen haben wir den Wandel zur Elektrifizierung frühzeitig antizipiert und neue Maßstäbe gesetzt“, erklärt Gutierrez. „Dazu zählen ein geringerer Energieverbrauch, reduzierte CO₂-Emissionen und eine deutlich verbesserte Integrationsfähigkeit für künftige softwaredefinierte Funktionen.“
Das EPS-System von ZF deckt ein breites Fahrzeugspektrum ab – von kompakten Lösungen für Kleinwagen bis zu leistungsstarken Varianten für SUVs und leichte Nutzfahrzeuge. Bauarten von Column-Drive (Unterstützung direkt an der Lenksäule), Dual-Pinion (Unterstützung über Ritzel an der Vorderachse) oder Belt-Drive-Systeme (Unterstützung über Riemen an der Vorderachse) lassen sich flexibel an unterschiedliche Anforderungen anpassen.
Grundlage für softwaredefinierte Fahrzeuge
Mit der Digitalisierung des Fahrzeugs gewinnt EPS weiter an Bedeutung. Außerdem bildet sie die Basis für Steer-by-Wire-Systeme, bei denen die mechanische Verbindung zwischen Lenkrad und Rädern vollständig entfällt. ZF ist dabei Pionier und hat weltweit bereits mehrere Serienaufträge für sein Steer-by-Wire-System erhalten. Die weltweite Produktion ist bereits angelaufen. Damit wird die elektrische Lenkung zu einer wichtigen Schnittstelle in softwaredefinierten Fahrzeugen der nächsten Generation.
Der Erfolg der EPS-Technologie basiert auf kontinuierlicher Innovation und enger Zusammenarbeit im globalen ZF-Produktions- und Entwicklungsnetzwerk mit Standorten in Asien, Europa sowie Nord- und Südamerika.