Presseinformation
Interschutz 2026: ZF beschleunigt, elektrifiziert und vernetzt Rettungseinsätze
- Antrieb, Bremsen, digitale Services und mehr: ZF als starker Technologiepartner für das Rettungswesen
- Digitales Update: Neue Cloud-Architektur für ZF Rescue Connect
- ZF präsentiert sein komplettes Portfolio in Halle 27, Stand D55
Friedrichshafen/Hannover. Wenn der Einsatzalarm läutet, muss alles funktionieren: sicher, schnell, zuverlässig. Vom Fahrzeug bis zur Leitzentrale brauchen Einsatzkräfte daher einen Technologie-Partner, auf den sie sich verlassen können. Diese Rolle füllt ZF aus – mit einem Portfolio, das von fortschrittlicher Antriebstechnik bis hin zum volldigitalen Flottenmanagement reicht. Diese Lösungen stellt der Konzern bei der diesjährigen Interschutz (1.-6. Juni, Hannover) in Halle 27, Stand D55, aus.
Im Ernstfall gibt es kein „gut genug“. Wer als Einsatzkraft ausrückt, will keinen Gedanken daran verschwenden, ob das Equipment so funktioniert, wie es soll. Und wer als Einsatzleitung den Überblick bewahren muss, braucht die wichtigsten Informationen, um die richtigen Entscheidungen zu treffen. Ob zuverlässige Antriebslösungen für Sonderfahrzeuge oder innovative digitale Tools für die Vernetzung der Einsatzflotte: In diesen und weiteren Situationen tritt ZF als starker Partner für das Rettungswesen auf.
Auf der diesjährigen Interschutz in Hannover präsentiert ZF daher sein umfassendes Technologie-Portfolio, unter anderem mit folgenden Highlights:
Stop and Go and more: Fahrzeugtechnologie für die härtesten Einsätze
Beim Ausrücken können Sekunden entscheidend sein. Schwere Einsatzfahrzeuge schnell, präzise und sicher zu bewegen, erfordert spezielle technologische Expertise. Das gilt insbesondere bei hoher Beladung oder unter schwierigen Umgebungsbedingungen. ZF zeigt auf der Interschutz erstmals den elektrischen Zentralantrieb CeTrax 2 dual in einer Ausführung für schwere Sonder- und Einsatzfahrzeuge. Im Logistik- und ÖPNV-Segment hat sich diese Vortriebslösung bereits bewährt. Besonders interessant: Dank seiner kompakten Bauform und seines geringen Gewichts lässt sich CeTrax 2 dual auch in bestehende Verbrenner-Plattformen integrieren. Mit einer Dauerleistung von 380 kW vereint das System hohe Einsatzperformance mit lokal emissionsfreiem Betrieb und leistet damit einen wichtigen Beitrag zu nachhaltigen Rettungskonzepten.
Ergänzt wird das Antriebsportfolio auf der Interschutz durch das Automatikgetriebe EcoLife Offroad 2. Das Sieben-Gang-Automatikgetriebe für Verbrenner-Fahrzeuge liefert widerstandsfähige, feinfühlige Kraftübertragung unter härtesten Bedingungen – auch bei häufigen Lastwechseln und niedrigen Geschwindigkeiten. Mit zahlreichen Optimierungen sorgt die zweite Getriebegeneration für bessere Leistung bei gesenkten Kosten sowohl auf als auch abseits der Straße.
Für Allradfahrzeuge präsentiert ZF zudem das Verteilergetriebe TC 27, das für besonders anspruchsvolle Allrad-Anwendungen ausgelegt ist. Sein geringes Gewicht und die kompakte Bauweise erleichtern den Einbau und ermöglichen zugleich eine höhere Nutzlast sowie einen reduzierten Kraftstoffverbrauch.
Doch Geschwindigkeit allein reicht nicht aus: Nur wer auch sicher zum Einsatzort gelangt, kann Menschenleben retten – im dichten Stadtverkehr ebenso wie auf schwierigem Terrain. Die skalierbare Druckluft-Bremssystemplattform mBSP bietet eine hohe Verzögerungsleistung und eine intelligente Bremskraftverteilung für ABS und ESC. Sie lässt sich nahtlos in moderne Fahrerassistenz- und Automatisierungssysteme integrieren und unterstützt zudem die Rekuperation von Bremsenergie bei Hybrid- und vollelektrischen Fahrzeugen.
Dass ZF Elektrifizierung ganzheitlich denkt, zeigt auch der e-comp Scroll. Der ölfrei arbeitende Luftkompressor für mittelschwere und schwere Fahrzeuge mit Hybrid-, batterieelektrischem oder Brennstoffzellenantrieb überzeugt durch einen geräuscharmen und wartungsfreien Betrieb.
ADM 3: Automatisches Antriebsmanagment für mehr Sicherheit und Effizienz
Mit dem ADM 3 (Automatic Drivetrain Management, dritte Generation) automatisiert ZF die Steuerung von Differenzialsperren in Allradfahrzeugen vollständig. Das System ist „cybersecurity ready“ ausgelegt und erfüllt aktuelle Anforderungen an IT-Sicherheit und Langzeitverfügbarkeit. Verbesserte IP-Schutzklassen ermöglichen den externen Anbau außerhalb der Kabine und bieten einen erhöhten Schutz gegen Staub und Wasser – ein entscheidender Vorteil für harte Einsatzbedingungen.
Dank eines leistungsfähigeren Prozessors, erweiterten Speichers und der Unterstützung von CAN‑FD-Kommunikation erlaubt ADM 3 eine deutlich schnellere Datenverarbeitung sowie zukünftige funktionale Erweiterungen. Die integrierte Steuerungslogik regelt die Differenzialsperren abhängig von Fahrsituation und Schlupf vollautomatisch und aktiviert sie nur dann, wenn sie tatsächlich benötigt werden. Das Ergebnis ist eine optimale Traktion bei gleichzeitig erhöhter Fahrstabilität und reduziertem Verschleiß.
ZF Rescue Connect: Digitale Plattform für Einsatzkräfte und Fahrzeuge
ZF Rescue Connect ist eine modulare, cloudbasierte Plattform für das digitale Einsatzkräfte- und Flottenmanagement von Organisationen mit Sicherheitsaufgaben. Das System vernetzt Fahrzeuge, Equipment, Einsatzkräfte und Leitstellen in Echtzeit und stellt relevante Informationen zentral zur Verfügung. Zu den Funktionen zählen unter anderem Fahrzeug- und Statusmanagement, Einsatzdokumentation, Ressourcenübersicht sowie Schnittstellen zu bestehenden Leitstellen- und IT-Systemen.
Die Plattform ist herstellerunabhängig einsetzbar und richtet sich neben Feuerwehren auch an Rettungsdienste, Katastrophenschutzorganisationen und weitere Akteure der Gefahrenabwehr. Ab Juni setzt ZF auf eine komplett überarbeitete Produktwelt und wird damit zum europaweit größten Anbieter für digitale Lösungen im Bereich Einsatzkräfte.
Alles aus einer Hand: von der taktischen Einsatzführungssoftware über Kommunikation, Routing, E Mobilität und Flottenmanagement bis hin zum Medizinprodukte-Management. Die tiefgreifende und umfassende Weiterentwicklung – die unter der Losung „Neue digitale Einsatzwelt“ läuft – eröffnet für alle Rettungskräfte ganz neue Möglichkeiten, erfüllt höchste Standards in allen Bereichen und ermöglicht darüber hinaus die Anbindung externer Services. Mit aktuell mehr als 25 bestehenden und geplanten Apps steht die Plattform mehr denn je für ein skalierbares, flexibles digitales Ökosystem für das gesamte Rettungswesen.
Das gesamte ZF-Portfolio für die Rettungsbranche ist in Halle 27, Stand D55 zu sehen.