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Aktive Hinterachslenkung auf Erfolgskurs

  • Das 100.000ste AKC-System (Active Kinematics Control) läuft knapp vier Jahre nach dem Produktionsstart der aktiven Hinterachslenkung vom Band
  • Produktionsrekord untermauert führende Rolle von ZF bei lenkbaren Hinterachsen, die weltweit immer mehr Pkw-Segmente erobern
  • AKC steht bei ZF beispielhaft für zukunftsweisende intelligente Mechanik sowie für den Wandel des Werks Lebring von einer Achsmontagestätte zu einem Hightech-Standort von ZF

Friedrichshafen/Lebring (Österreich). Mit Active Kinematics Control (AKC) ist ZF auch bei aktiven Pkw-Hinterachslenkungen zum Marktführer aufgestiegen – und baut seinen Vorsprung nun kontinuierlich aus: Heute hat der Technologiekonzern mit AKC die Marke von 100.000 produzierten Systemen durchbrochen – und das nur knapp vier Jahre nach dem Start der Serienfertigung für zwei exklusive Sportwagenmodelle. Aktuell nutzen bereits sieben Premium-Automobilhersteller die Vorteile dieser ZF-Fahrwerkinnovation in Serie. Die Hinterachslenkung verhilft jedem Pkw, ob konventionell oder elektrisch angetrieben, zu deutlich mehr Sicherheit, Dynamik, Wendigkeit und Komfort. Automatisiertes und autonomes Fahren sind zukünftig Wachstumsgaranten für das AKC-System von ZF.

Aktive Hinterachslenkung auf Erfolgskurs

„Unser Produktionsjubiläum von 100.000 AKC-Systemen werte ich in vierfacher Hinsicht als riesigen Erfolg“, sagt Dr. Holger Klein, Leiter der Division Pkw-Fahrwerktechnik bei ZF. „Erstens verdeutlicht es, dass mit unserer Entwicklung nahezu jedes Fahrzeug vergleichsweise einfach von einer aktiven Hinterachslenkung profitieren kann. Zweitens festigt ZF damit seine Position als Markt- und Technologieführer in diesem Produktsegment. Jede verbaute AKC-Einheit zeigt drittens das zukunftsweisende Potenzial von intelligenter Mechanik im Automobil auf. Und nicht zuletzt steht dieses Jubiläum für die beispielgebende Metamorphose des ZF-Fertigungsstandorts Lebring.“ Diesem Standort in der Nähe von Graz gelang binnen kurzer Zeit der Wandel von einem Achsmontage-Werk hin zum derzeit konzernweit einzigen AKC-Produktionsstandort, sprich zu einem Zentrum für Hightech-Mechatronik. Damit einher ging auch die Sicherung und Schaffung von Arbeitsplätzen vor Ort.

Zwei Konzepte für verschiedene Achsarchitekturen

Die 100.000 bis dato gefertigten Hinterachslenkungen setzen sich aus 60.000 Zentralsteller- und 40.000 Dualsteller-Systemen zusammen. Letztere verfügen stets über zwei Aktuatoren, die jeweils am linken und rechten hinteren Rad platziert sind. Diese Ausführung feierte 2013 in den Porsche Modellen 911 Turbo und 911 GT3 ihre Serienpremiere. Auch beim Ferrari GTC4Lusso kommt die Dualsteller-Variante zum Einsatz. Die AKC-Version mit einem einzigen, dafür größeren und mittig an der Hinterachse positionierten Steller überzeugt zum Beispiel im neuen Porsche Panamera. Auch in SUVs wie dem Audi Q7 und Limousinen wie dem Cadillac CT6 und dem BMW 7er lässt das System das Heck aktiv mitsteuern. Die Grenzen des AKC-Einsatzspektrums sind damit freilich bei weitem nicht erreicht. In naher Zukunft soll das ZF-System in vielen weiteren Modellen auch anderer Hersteller zum Zuge kommen und auch in Pick-ups und Kompaktwagen seine Vorteile ausspielen. Schon heute gilt, dass sich AKC mit jeder Antriebsart – von konventionell-verbrennungsmotorisch über hybridisiert bis hin zu vollelektrisch – kombinieren lässt.

Agil und stabil

Das generelle Wirkprinzip bleibt stets dasselbe: Bei langsamer Fahrt durch enge Straßen lenkt AKC in Gegenrichtung zum Lenkeinschlag der Vorderräder und erzeugt eine höhere Gierrate des Fahrzeugs. Um bis zu zehn Prozent verkleinert sich so der Wendekreis, ein Pkw lässt sich dadurch wesentlich einfacher manövrieren. Bei höheren Geschwindigkeiten, das heißt ab etwa 60 km/h sowie zum Beispiel bei Ausweichmanövern, schlägt das System die Hinterräder in dieselbe Richtung wie die Vorderräder ein. Das verbessert die Richtungsstabilität ebenso wie die Fahrdynamik.

Bereit fürs automobile Morgen

Die stetig steigende AKC-Nachfrage seitens der OEM gründet auch darauf, dass die aktive hintere Spurverstellung alle aktuellen und kommenden Megatrends in der Automobilindustrie bedient: Sie steigert deutlich die Sicherheit, insbesondere in kritischen Fahrsituationen und bei Bremsmanövern. Außerdem arbeitet sie hocheffizient „by wire“ sowie nach dem „Power-on-Demand“-Prinzip. Darüber hinaus unterstützt AKC das automatisierte Fahren beziehungsweise die dabei geforderte Systemredundanz, denn es kann ein Fahrzeug zum Teil auch ohne die Vorderradlenkung steuern. Demensprechend hohe Absatzerwartungen setzt ZF in dieses Produkt: „Im ersten vollen Produktionsjahr 2014 haben rund 12.000 AKC-Systeme unsere Fertigung verlassen. Heute sind insgesamt bereits 100.000 produziert. In den nächsten Jahren werden wir das Produktionsvolumen auf über 250.000 Einheiten pro Jahr erhöhen“, sagt Peter Buckermann, Leiter der Produktlinie Mechatronische Systeme.

Medien

Aktive Hinterachslenkung auf Erfolgskurs
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10.02.2017
ZF AKC
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10.02.2017
ZF AKC Funktion
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10.02.2017
ZF AKC Produktion Lebring
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10.02.2017

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Corina Tews
Corina Tews
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